RSS Feed

Wie ich damals die Blitze erfand

0 Comments
Posted by MischoK on 1. September 2011 at 18:34
No Gravatar

So wird die Geschichte beginnen, wenn ich sie später meinen Kindern und Enkeln erzähle….

Aber viel wichtiger: Jetzt schreibt er endlich mal wieder, der Mischo. Dabei habe ich diesen, ja genau diesen Blogbeitrag nun auch schon vor acht Tagen angekündigt aber ich fange mal von vorn an.

Vorab: Hier geht es zu den Trainingsdaten.

Letzte Woche Mittwoch war ich schon am Nachmittag mit der Arbeit soweit durch, dass ich spontan entschloss eine Radausfahrt anzugehen. Eine feine gewohnte Runde habe ich mir da rausgesucht. Mmmmmhhh ja. Das Wetter war herrlich als ich los fuhr.

Leicht schwülwarm und absolut windstill. (!)

Ich bin wunderbar gefahren, habe das Wetter genossen und die Ausfahrt an sich bis, ja bis es dann so in Richtung Belleben ging. In der Ferne machte ich die ersten Gewitterwolken aus. Gaaanz weit weg! Also war ich noch guter Dinge. Ich konnte mich ganz entspannt an den Gewittern erfreuen und weiter die Kilometer schrubben.

Doch ganz so einfach sollte es nicht sein!

Denn kaum war ich aus Könnern raus fand ich mich schon ganz dicht bei den Gewitterwolken – links und rechts von mir rummste und blitzte es immer heftiger, doch noch wägte ich mich in Sicherheit – empfand den Zorn der Götter noch in sicherer Ferne. Bis er über mir war. So fuhr ich und stoppte und fuhr und stoppte und fuhr und…. so weiter und so fort. Mal wollte ich weiter fahren und dann war es mir wieder zu heikel auf der freien Landstraße zu fahren und mich der Überdosis Energie auszusetzen.

Das Ganze ging so weiter bis ich an der Autobahnunterführung der A14 ankam bzw. kurz danach. Denn aus den ansehnlichen und wunderschönen Trockengewittern wurde ein Sturm, bei dem man lieber nicht mit den Rennrad auf der Landstraße unterwegs sein möchte. Plötzlich stürmten Böen von rechts nach links, dass ich Eisentraut und mich kaum neben dem Fahrbahnrand halten konnte, zu dem Regen, der uns schon nach ein paar Schritten völlig durchnässte, malträtierte uns auch noch der Hagel. Noch nahm ich es mit Humor, stand ich doch sicher unter der Brücke. Ich zücke mein Telefon, rufe den Patrick an und der holt mich schon ab.

HA!! Falsch gedacht!

Zwar hält das Moto Defy was es verspricht – wasserdicht, staubdicht, stoßfest – ABER es lässt sich auf keine Weise bedienen, wenn das Display feucht ist. Ein überfordertes Handy, welches hin und her zuckte, da jeder Regentropfen eine Eingabe simuliert, ist im Notfall nicht zu gebrauchen…

So stand ich da, versuchte mich etwa eine halbe Stunde daran, wenigstens irgend jemanden anzurufen. Nichts ging! Ich kam einfach nicht ins Telefonmenü – oder irgendein Menü. Nach eine geballten Ladung der Flucherei, des Handy werfens (es ist auch stoßfest) war ich auch wieder soweit entspannt, dass ich mit ruhigem Gemüt die restlichen 20km nach Halle laufen wollte. Man bedenke, dass in der gesamten Zeit niemand anhielt und Hilfe anbot…

Ich lief also bis zur Abzweigung Richtung Löbejün und siehe da – es hielt tatsächlich jemand an! Eine junge Frau, Studentin in Leipzig, aus Mücheln, kam vom Volleyball in Merbitz. Sie bot mir ihr Telefon an, damit ich jemanden anrufen kann und einen trockenen Sitzplatz in ihrem Auto, bis mein Abholer kommt. Nachdem ich also endlich mein Fahrradtaxi geordert habe, unterhielten wir uns noch eine Weile bis zu Patricks Eintreffen unter anderem über den dunklen Fleck links von uns: Merbitz hat keinen Strom mehr!

An dieser Stelle noch einmal vielen lieben Dank fürs Anhalten, was heutzutage wohl leider nicht mehr allzu selbstverständlich ist.

Der Rest ist Geschichte aber was lernen wir daraus? Richtig! Man sollte die Zeichen lesen und richtig deuten, die einem das Wetter so voraus schickt oder vielleicht auch einfach mal den Wetterbericht schauen. Denn ich war erstaunt, als Patrick bei der Heimfahrt meinte: “Fand ich ja schon recht mutig, dass Du losgefahren bist, obwohl die Unwetter angesagt haben.”

Sag ich jetzt mal nichts weiter dazu… ;)

Ähnliche Artikel:

  1. Einmal Eisleben und zurück
  2. Nachholbeitrag zur letzten Trainingseinheit
  3. Der MischoK fährt! :)
You can leave a comment, or trackback from your own site.

0 Comments

You can be the first to comment!

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>