Jahaaa! Heute war MZ-Radpartie und ich war dabei! Irgendwie…aber auch wieder nicht.
Nach meinem gestrigen verunglückten Trainingsversuch nahm ich mir ganz fest vor heute eine kleine, wirklich kleine, Radeinheit auf der Straße zu unternehmen. Also ging ich schon 3 Uhr ins Bett und wollte mal so richtig schön ausschlafen. 8:30 Uhr war ich schon wieder wach und top fit. Nach meinem allmorgentlichen Blick in den RSS-Reader begann ich das Frühstück mit einer Scheibe Bio-Vollkornbrot und niedriglykämischen Sirup. Abgerundet wurde die Mahlzeit mit einer Banane kurz vorm Trainingsstart und Pfefferminztee.
Damit ich nicht gleich mit “vollem” Magen startete, mussten noch ein paar Minuten vergehen die ich dazu nutzte ein wenig mit der Satteleinstellung zu spielen. Ich habe vor kurzem den Sattel getauscht und er sitzt sich noch nicht optimal. Ich habe auch das Gefühl, dass er etwas zu schmal ist. Vielleicht kommt doch wieder der Originale aus den 1980ern wieder drauf. Der Sattel würde das Gesamtbild optisch wieder schön abrunden und passte mir eventuell doch etwas besser. Da fällt mir ein, dass ich die Vorstellung meines Trainingsequipments noch schuldig bin.
Jetzt gehts doch endlich los
Auf dem Weg ins Saaletal kam ich auf der Saalesschleife am “Stützpunkt” MZ-Radpartie vorbei. Ich wunderte mich erst über die ganzen Autos und Wohnwagen aber dann sah ich die ganzen blauen T-Shirts auf denen “MZ-Radpartie” stand und da schoss mir der Gedanke durch den Kopf: “Das ist ja heute!” aber ich ließ mich nicht beirren und fuhr weiter.
Dabei folgte ich meiner gewöhnlichen Strecke, die auch z.T. den Weg der Veranstaltung bildete (Die Radpartie ist eine (un-)geführte Runde quer durch das Saaletal, je nach angemeldeter Runde). An Kreuzungen und Abzweigungen standen Polizisten und Freiwillige, die den Radfahrern den richtigen Weg zeigten. Etwas verwirrt schaute man nach mir, wenn bemerkt wurde, dass ich keinesfalls dem gezeigten Kurs folgen würde.
Ich hielt mich also stur an meine Strecke.
Im Saaletal
Kaum war ich im Saaletal (ab Salzmünde) wurde ich von einem anderen nicht wesentlichen schnelleren Rennradler überholt. Schön! Da kann ich mich ranhängen und etwas Windschatten saugen! Das machte ich aber nur etwa einen Kilometer und ließ mich dann etwas abfallen aber ich blieb dran. Somit bildetete dieser einen schönen Motivator bis zur Wende in Friedeburg. Ich hätte ja noch den Berg bei Zickeritz mitnehmen können aber ich wollte es mal ausnahmsweise schön langsam angehen lassen. Nicht dass mir beim Radfahren das gleiche passiert, wie beim Laufen.
Der Rückweg
Nur ein paar 100m von nach der Wende kamen mir die ersten Radler von der geführten MZ-Radpartierunde entgegen und so ging es weiter…die ganze Zeit. Ich habe in mehrere Hundert verwunderte Gesichter geschaut, als sich so entlangfuhr. Laut Website haben sich etwa 2000 Radler angemeldet. Naja, jedenfalls wollte ich ja noch nie mit der Masse mitschwimmen und so bildete ich den alleinigen Gegenstrom. ![]()
Ich war ehrlich gesagt froh, dass ich mich nicht dafür angemeldet habe, als ich gesehen habe, wieviel Unruhe in den Gruppen herrschte. Schon ein “Unruhestifter” in einer Gruppe kann ja alle in Gefahr bringen. Dann fuhren viele auf der ungesperrte Strecke auch auf der Gegenfahrbahn auf der Landstraße, so dass ich als Radfahrer sogar manchmal die Lücke suchen musste…und dann noch dieses eine Auto, welches im stetigen Überholvorgang – mir entgegenkommend – war und mir keinen Zentimeter Platz machte. Eine lenkerbreite Lücke blieb mir da nur um vorbei zu schlingern. Da hätte ich nicht wenig Lust gehabt umzudrehen und ihn oder sie zur Rede zu stellen. Ich ließ aber doch und fuhr weiter. Meine bisherigen Diskussionsansätze zu solchen Verhaltensweisen stießen bislang zu 99% auf Ignoranz. Warum sollte das jetzt also anders sein und wieso sollte ich mich dann noch darüber ärgern.
Zurück in Salzmünde kamen mir dann schon die Besenfahrzeuge entgegen – die ärmsten mussten mit etwa 15-20 km/h hinterher fahren und prompt in dem Moment, als ich bemerkte, dass die von Fahrrad XXL, meinem Stammfahrradladen, sind, hing der Kai schon halb aus dem Beifahrerfenster und warf mir ein gesächseltes “Hey Mischa” zu. ![]()
Den Rest ging es noch schön ruhig nach Hause und dann war erstmal kurze Ruhe und Regeneration angesagt. Dazu gab es einen Eiweißshake, Kakao (mit gaaaaaanz viel Kakaopulver) zur schnellen Kohlenhydrateversorgung und später eine Portion Vollkornnudeln zur Auffüllung der Glykogenspeicher.
Jetzt habe ich ja doch eine Menge geschrieben…nicht dass beim Lesen noch jemand mit der Stirn auf die Tastatur gefallen ist.