
Letzten Sonntag gab es wieder einen neuen persönlichen Rekord. 1:59h bin ich im gemäßigten Tempo gelaufen und hatte meinen Spaß dabei. Nach einem Wochenende, welches mir einfach keine Motivation gab – ich fühlte mich ganz schön ausgelaugt – konnte ich mich doch noch dazu überwinden ein Lauftraining zu absolvieren.
Der Lauf
Ausgangspunkt für die Strecke waren, fast wie immer, die Pulverweiden. Auf dem Weg Richtung Rabeninsel habe ich mich völlig spontan für den Abstecher Richtung Neustadt entschieden. Warum weiß der Teufel aber ich sah die Abzweigung und eh ich mich wiederfand, hatte ich den “neuen” Weg schon eingeschlagen. So ging es zunächst den mit schiefen DDR-Betonplatten beschmückten Weg entlang.
Dort angekommen ging es erstmal die asphaltierte Straße entlang, vorbei an all den Jugendlichen und Familien, die sich dort zum Grillen oder zum einfachen Beisammensein trafen. Die Rennbahn-Passendorfer-Wiesen hinauf, veränderte sich das Terrain in eine erdige, mit Löchern übersäte, Buckelpiste, was eine ganze Zeit lang anhielt. Es war äußerst angenehm auf diesem Untergrund zu laufen, da sich das für meine Beine wie Urlaub anfühlte: Etwas neues, zwar anstrengendes aber auch entspannendes zugleich. Wahrscheinlich werden demnächst mehr Trampelpfade in meine Laufstrecken eingebaut. Da kommen sicher auch öfter mal Ausflüge Richtung Heide an die Reihe, da es sich von der Laufdauer lohnt her ja schon fast lohnt.
Als ich dann den Weg um das wunderschöne Gewässer zurückgelegt hatte und schon fast auf dem Rückweg war, um dann noch die Rabeninsel abzulaufen, war ich einfach zu neugierig, wie sich die Strecke direkt am Kanal läuft. Also bin ich wieder ganz spontan abgebogen und lief den noch holprigeren Trampelpfad entlang. Herrlich! Die Natur, das Wasser! Ich liebe Gewässer! Manchmal könnte ich einfach stundenlang am See oder Meer sitzen und das Spiel des Wassers beobachten aber zurück zum Lauf.
Und wieder ging es den selben Weg zurück, wie bei der ersten Runde. Nun ging es wirklich Richtung Rabeninsel, schließlich sollte das holde Glück des schmerzfreien Laufs nicht überstrapaziert werden. Nach einer Standardrunde über besagte Insel ging es über die Pulverweiden zurück nach Hause. Zwischendurch wurde ich noch von einem kleinen niedlichen Hund, einer mir unbekannten Rasse, verfolgt, welchen ich aber sofort zu Herrchen und Frauchen zurückschickte. Er gehorchte.
Danach war ich erstmal richtig fertig aber ich fühlte mich so gut wie schon lange nicht mehr und das meine ich aus rein sportlicher Perspektive.
Am Abend besuchte mich meine Freundin noch ganz spontan und wir gingen ein wenig spazieren. Einerseits war ich froh über ihre Gesellschaft aber der Spaziergang an sich war etwas schmerzhaft, denn ich hatte mir einen WOLF gelaufen. Wer hätte gedacht, dass das solche Schmerzen verursachen kann? Die Füße taten weh, wir hätten wohl zu Hause bleiben sollen. Jedenfalls konnte ich auch den Abend mir ihr genießen und zurück zu Hause habe ich eingecremt, wie ein Weltmeister und Montag war auch alles wieder schmerzfrei.
Montag Krafttraining
Ich füge den Montag mal hier mit an, da ein komplett neuer Artikel nicht viel Sinn ergeben würde. Am Abend habe ich ein kleines Krafttraining absolviert. Nichts sonderlich effizientes, denn dafür sind meine Kenntnisse in dem Bereich zu gering. Der gute Carsten gibt mir aber immer wertvolle Tipps zu Übungen und wie ich sie richtig ausführe. Daraus wird eine wohl nicht immer sehr effektive Kombination in einer relativ willkürlichen Reihenfolge gebildet, die ich dann abarbeite. Die Wahl der Übungen für eine Krafteinheit läuft meist nach dem Prinzip “Was könnte ich denn jetzt noch machen” ab. Der Effekt ist nicht gleich Null und ich spüre durchaus die Auswirkungen durch die Muskelkatze.